Wie man auf dem Taxi werben kann

Werbung auf einem Taxi ist heute nichts Ungewöhnliches mehr. Man ist eher verwundert, wenn ein Taxi-Gefährt in reinem hell-elfenbein zu sehen ist. Wissen Sie wie das Taxi-Gewerbe entstanden ist und welche Möglichkeiten Sie haben auf einem Taxi zu werben?

Wie entstand das Taxi?

Das erste Taxi dieser Welt wurde in Betrieb genommen von Friedrich August Greiner in Stuttgart. Er erhielt im Mai 1897 von Daimler eine motorisierte Viktoria-Kutsche mit einem eingebauten Taxameter. Rund 70 Kilometer schaffte Greiner damit pro Tag und war die Attraktion der Stadt sehr zum Ärger der Pferdekutscher. Es war das erste motorisierte Taxi der Welt.

Quelle Foto: OMNI-MEDIA Werbung Gmbh – Bereich Taxiwerbung

Selbstverständlich gab es schon seit dem 17. Jahrhundert taxi-ähnliche Konstruktionen wie beispielsweise Sänften, die zur öffentlichen Nutzung um 1617 in Paris und später dann in Berlin zur Verfügung standen. Mit den Kutschen und Droschken jedoch wurde die Vorstufe dessen entwickelt, was wir heute unter einem Taxi verstehen. Der Name stammt übrigens von dem Taxameter. Dabei handelt es sich um eine verständliche und zuverlässige Abrechnungsmöglichkeit für die Kutscher. Eingeführt wurde es 1892 und gab in der Kurzform Taxi später dem Gewerbe seinen Namen.

1939 wurden erste Regelungen in der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrtunternehmen im Personenverkehr (kurz: BOKraft) festgehalten. Nach diversen Überarbeitungen und auch neuerlichen Reformen hat diese Verordnung heute jedoch noch Bestand.

Was macht ein Taxi?

Grundsätzlich versteht man darunter den Verkehr zur Beförderung von Personen zu einem gewünschten Ziel. Dabei muss die Abrechnung für den Fahrgast nachvollziehbar auf Basis der Strecke, Zeit und Entfernung sein.

Im Laufe der Zeit wurde das Taxi als Werbeträger entdeckt. So sind heute fast alle Fahrzeuge mit irgendeiner Form der Werbung auf den Außenflächen und im Innenraum bestückt. Seit den 70er Jahren spricht man von einer weit verbreiteten Werbeform, die in Deutschland in der Verordnung entsprechend geregelt ist. Demnach ist Werbung grundsätzlich auf den Seitentüren erlaubt, solange sie nicht politisch oder religiös ist.

Welche Möglichkeiten der Werbung gibt es auf einem Taxi-Fahrzeug?

Seitenwerbung

Die wohl populärste Werbeform auf einem Taxi. Konkret versteht man hier die Platzierung von Werbung meist im Format 160 x 30 cm auf den Seitentüren. Hierzu wird oft selbstklebende Folie genutzt, die aufwandsarm aufgebracht und auch wieder entfernt werden kann.

Fensterwerbung

Eher selten gesehen aber möglich ist die Fensterwerbung. Hierbei wird Lochfolie verwendet, die einseitig bedruckt ist. Die Lochung erlaubt eine verkehrssichere Sicht, wobei die Folie nur auf den hinteren Seitenfenstern zu finden ist.

Totalbranding

Alle Außenflächen des Taxis werden in der Form gestaltet wie der Werbende es wünscht. Dabei werden alle Werbeflächen und Werbemöglichkeiten einzeln genutzt oder als gesamtes Bild miteinander kombiniert.

Dachwerbung

Mittlerweile ist die Dachwerbung auch in Deutschland erlaubt. Bekannt ist dies vor allem von den Yellow Cabs aus den USA wird dabei auf dem Dach ein Werbemittel in eine Haltung eingesteckt, welche zur Fahrtrichtung abgewendet steht. Für Personen neben dem Taxi ist Werbung somit sehr gut ersichtlich.

Innenraumwerbung

Jegliche Formen von Bildschirmen, Flyern, Sitzbezügen oder Aufklebern ist hiermit gemeint. Neuerdings lassen sich die Werbeeinblendung hier digital steuern und bieten ganz neue Möglichkeiten gegenüber den klassischen Aufklebern auf dem Taxi selbst.

Sonderformen

Für Messen, besondere Anlässe oder einen Shuttle-Service sind firmenindividuelle Aufbauten auf dem Auto wie Puppen, Produktimitate oder ähnliches denkbar. Ebenfalls fallen unter diese Form beklebte Radscheiben oder beklebte Kofferraumklappen. Oftmals scheitert diese Form jedoch an der schnellen Umsetzung.

Fazit zur Werbung auf einem Taxi

Grundsätzlich bietet das Werben auf den Taxi-Fahrzeugen eine attraktive Form die Werbebotschaft zu verbreiten. Die Fahrzeuge halten sich oftmals an belebten Zentren wie Flughäfen, Bahnhöfen oder bei Veranstaltungen auf um Fahrgäste aufzunehmen oder abzusetzen. Für den Werbenden entsteht folglich eine sehr hohe Präsenz seiner Botschaft.

Anders als bei Bussen und Straßenbahnen lässt sich jedoch auf den Fahrbereich relativ wenig Einfluss nehmen. So kann es hier zu Streuverlusten kommen, wenn das Fahrzeug aufgrund eines Auftrags in Gebiete geschickt wird, die nicht zur Zielgruppe gehören. Die Vorteile aus den günstigen Einstiegskosten für Produktion und monatlicher Miete sollten davon aber unberührt bleiben.