Was man auf Seitenscheibenplakaten bewerben kann und sollte

Die Werbemöglichkeiten auf Bussen, Bahnen und anderen Fahrzeugen der öffentlichen Verkehrsbetriebe sind sehr umfangreich und interessant. Die Fahr-Strecken führen meist durch die überaus beliebten und vor allem auch belebten Innenstädte. Teilweise gibt es hier jedoch entsprechende Verbote für Werbung um das Stadtbild nicht zu sehr zu beeinträchtigen, was die öffentlichen Verkehrsmittel nochmals attraktiver als Werbeträger macht.

Verschiedene Formen der Werbung auf Bussen und Bahnen

Klassischer Weise verfügen die Verkehrsbetriebe sowohl über verschiedene Buslinien als auch über ein ausgeprägtes Straßenbahnnetz. Abhängig von der Größe der Stadt sind diese zum Fahrgastaufkommen entsprechend dimensioniert. In Berlin sind die Busse mit Sicherheit dichter und zeitlich enger getaktet, als sie das in Düsseldorf oder Stuttgart sind. Der einfache Grund dahinter sind die zu erwartenden Passagiere.

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Davon abhängig ist auch die zur Verfügung stehende Werbefläche. Je größer die Fahrzeuge und höher das Verkehrsaufkommen, desto mehr steht an attraktiver Werbefläche zur Verfügung. Geworben werden kann sowohl auf den Außenfläche der Fahrzeuge als auch innen. Speziell im Innenbereich sind die Möglichkeiten zwar auf eine bestimmte Größe jeweils begrenzt, aber dafür überaus effektiv und zielgruppenwirksam.

Jeder hat sie schon einmal gesehen: die Seitenscheibenplakate. Darunter werden vergleichsweise kleine Werbefolien verstanden, die auf der Innenseite der Scheibe aufgeklebt werden. Das Format bewegt sich je nach Möglichkeit in der Dimension 50 cm Breite auf 15 cm Höhe. Natürlich gibt es hierzu eine Vielzahl von Abweichungen und angepassten Formaten, die auf den Zielort entsprechend zugeschnitten sind.

Welche Vorteile hat Werbung auf Seitenscheibenplakaten?

Gegenüber den sonst bekannten Werbeflächen auf der Außenfläche der Fahrzeuge, ist das Seitenscheibenplakat vergleichsweise günstig. Dies basiert auf der Größe und der dafür verwendeten Materialmenge. Die Wirkung zielt allerdings weniger auf die Fahrgäste im Außenbereich des Fahrzeugs ab, sondern viel mehr auf das Innere  der Bahn oder des Busses.

Außenwerbung dient der Werbung für den fließenden Verkehr und den Wartenden an den Haltestellen. Entsprechend ist die Streuung relativ hoch. Innenwerbung ist dagegen deutlich kleiner aber kann viel konzentrierter der Zielgruppe präsentiert werden. Daraus ergeben sich viele Vorteile, die wir im Folgenden erläutern wollen:

Viel Botschaft auf kleinstem Raum

Seitenscheibenplakate sind die perfekte Möglichkeit kleine Werbebotschaften zielgruppengerecht zu platzieren. Die Fläche kann vergleichsweise klein bedruckt werden, da die Zielgruppe nur wenige Meter davon entfernt ist während der Fahrt.

Doppelter Nutzen

Die Folien lassen sich beidseitig bedrucken, so dass die Werbebotschaft sowohl für die Fahrgäste innen lesbar ist, aber auch für die Wartenden außen. Damit wird eine weitere Zielgruppe mit der Botschaft erreicht.

Call to Action

Wie die Werbebotschaft gestaltet wird, ist natürlich immer eine Frage, die der Werbende beantworten muss. Neben klassischer Werbung für ein Produkt, eine Dienstleistung oder auch eine Firma sind speziell in diesen Bereichen auch Call-to-Action-Plakate denkbar. Darunter wird die klare Aufforderung an den Leser / Betrachter verstanden, eine Handlung zu vollziehen. Das kann eine Telefonnummer sein, bei der angerufen werden soll oder eine Nummer an die eine SMS für weitere Informationen geschickt werden soll. Damit eröffnen die Seitenscheibenplakate neue Möglichkeiten für eine sehr direkt Werbung, auf die eine Reaktion erwartet wird.

Zeitlich befristete Angebote möglich

Die Werbefolie aufzutragen und zu entfernen ist ein vergleichsweise kleiner Aufwand. Insofern kann es für den Werbenden Sinn machen dort kurzfristige Angebote für die Zielgruppe zu platzieren. Dazu können Rabattaktionen für Dienstleistungen zählen, die mit einem auf dem Plakat enthaltenen Code eingelöst werden können. Gleichermaßen wäre aber auch der Hinweis auf besondere Nachlässe im Ladengeschäft oder dem Onlineshop denkbar.

Hohe Kontaktrate und lange Sichtbarkeit

Je nach Stadt und Verkehrsbetrieb ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Fahrzeug von vielen Faktoren abhängig. Fakt ist jedoch, dass die Werbebotschaft vergleichsweise lange betrachtet werden kann. Sie können als Eye-Catcher entworfen sein, so dass die Intensität der Betrachtung sehr hoch ist. Folglich kann die Werbebotschaft auch vermittelt werden und eine Anschlusshandlung verursacht werden.

Werbebereich sowohl lokal als auch regional

Wird ein neues Geschäft in Berlin eröffnet, auf das ein Werbender aufmerksam machen möchte, macht es sicherlich Sinn die Werbung bei den Berliner Verkehrsbetrieben zu veranlassen. In Hamburg, Düsseldorf oder München dürfte die Werbung fehl am Platz sein und keinen nennenswerten Erfolg bringen. Für Berlin ist eine Werbung auf den Innenflächen der Straßenbahn überaus passend. Abhängig von der Lage des Geschäfts können hier die angrenzenden Linien gebucht werden.

Im Rahmen einer großen Werbekampagne  kann jedoch auch der geographische Werberaum deutlich erweitert werden.  Hier ist Berlin vielleicht nicht mehr ausreichend und es sollen ebenso die Busse und Bahnen aus dem Umland in die Werbung mit aufgenommen werden.  Die Werbung wird also nicht mehr nur lokal gebucht, sondern mit einer regionalen Verteilung.

Für welche Werbe-Botschaften ist das Seitenscheibenplakat besonders geeignet?

Die Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel kommen aus allen Bevölkerungsschichten und Altersstrukturen.  Besonders aber junges Publikum kann im Berufsverkehr angetroffen werden. Das sind junge Berufstätige die den Bus oder die Bahn zur Arbeit nehmen. Gleichzeitig nutzen aber auch viele Schüler und Studenten die öffentlichen Verkehrsmittel um zu ihrem Bestimmungsort zu gelangen.

Somit eignen sich die Flächen besonders für Werbung an diese Zielgruppe. Vorteilhaft sind die hohe Mobilität der jungen Menschen sowie der hohe Anteil von Smartphones die von der Zielgruppe verwendet werden. Die Werbung kann also sehr interaktiv gestaltet werden und man kann sehr gut eine Response-Rate ermitteln, wenn man auf dem Seitenscheibenplakat einen entsprechende Call-to-Action platziert.

Überaus interessant ist jedoch auch noch eine zweite Zielgruppe. Sie nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel abseits der Stoßzeiten und hat einen noch besseren Blick auf die Werbebotschaften: Rentner und erziehende Elternteile! Oftmals nutzen diese Zielgruppe die Verkehrsmittel mangels eigenen Fahrzeugs. In vielen Innenstädten sind die Parkhäuser und der Weg zu den Einkaufszentren aber speziell mit Kindern so unpassend gelegen (und teuer), dass die Fahrt mit den Öffentlichen eine attraktive Alternative ist.

Wer also beabsichtigt seine Werbung auf Seitenscheibenplakaten zu schalten, sollte sich vorher intensiv mit seiner Zielgruppe auseinander gesetzt haben. Die Öffentlichen Verkehrsmittel bieten dahingehend alles, aber die Werbebotschaft sollte entsprechend auf die Umstände angepasst werden. Morgens im dichten Gedränge ist es nicht besonders gut kleingeschriebene Werbeanzeigen zu wählen. Ist die Zielgruppe dann im Verkehrsmittel sollte mit wenigen Worten in großer Schrift geworben werden. Später am Tag bei weniger Fahrgastaufkommen können textlich umfangreichere Werbebotschaften für die Zielgruppe durchaus sinnvoll sein.

Vor der Schaltung einer Werbung sollte also unbedingt bestimmt werden für welche Zielgruppe welches Format und mit welchem Layout verwendet werden soll. Hierzu kann der jeweilige Ansprechpartner und Vermarkter der Werbefläche eine valide Einschätzung geben. Wer diese Faktoren berücksichtigt und richtig einsetzt erreicht seine Zielgruppe auch entsprechend mit seiner Werbebotschaft.